Vitamin D - Power aus der Sonne

Vitamin D, auch bekannt als das Sonnen-Vitamin, ist mehr als ein Vitamin. Es ist ein Hormon, dass an mindestens 900 verschiedenen Prozessen im Körper beteiligt ist! Leider ist Vitamin D eines der meist übersehenen Vitamine. Die Versorgungssituation in unseren Breitengraden sieht schlecht aus.

 

Wenn wir im folgenden Text von Vitamin D sprechen, dann ist die Rede von Calcidiol - kurz 25(OH)Vitamin-D3. Diese Speicherform gibt Auskunft über die Vitamin D3 Versorgungssituation.


Mangelerscheinungen

 

Während dem Sommer sind ca 75% der Bevölkerung unserer Breitengrade von einem Mangel betroffen. Während den Wintermonaten sind es sogar ca 95% mit einem Mangel.

 

Ab wann spricht man von einem Mangel?

 

Der Referenzbereich, in dem sich der Vitamin D Spiegel im Blut befinden sollte, liegt zwischen 30-80ng/ml. Wenn von einem Mangel gesprochen wird, dann bedeutet dies im Allgemeinen, das der Mindestwert von 30ng/ml nicht erreicht wird. Nun wissen wir bereits, dass Mindestwerte nur bedeuten, dass man genügend versorgt ist um nicht an einem Mangel zu erkranken. Mindestwert bedeutet aber nicht, dass man gut versorgt ist, geschweige den sehr gut.

 

Die Ernährungswissenschaft ist sich einig, dass die Vitamin D abhängigen Prozesse im Körper erst ab einem Wert von ca 50-60ng/ml optimal ablaufen. Spannend dazu auch, dass ursprünglich lebende Völker meist Werte zwischen 60-70ng/ml aufwiesen. Vergessen wir also den Mindestwert von 30ng/ml schnell wieder und kümmern wir uns um einen guten und gesundheitsfördernden Wert.

 

Vitamin D wirkt sich positiv auf viele verschiedene Prozesse im Körper aus. Schauen wir uns mal einen davon an: Die Testosteron Produktion.

 

 

Die folgende Grafik zeigt das Ergebnis von Studien, die untersucht haben, bei welchem Vitamin D Spiegel der Körper Testosteron produziert und in welchem Ausmass? Das Ergebnis zeigt, dass bis zu einem Blutwert von ca 60ng/ml (=150nmol/l) der Körper steigend Testosteron bildet. Noch höhere Vitamin D Spiegel scheinen darüber hinaus keine zusätzliche Wirkung zu zeigen.


 

Viele Studien die andere Zusammenhänge körperlicher Prozesse untersucht haben, kamen zu ganz ähnlichen Ergebnissen.

 

Die Schlussfolgerung: Ein 25 (OH) D Wert von 50ng/ml sollten wir als Minimum anstreben, wenn wir gerne gesund und munter sein wollen.

 

Wir empfehlen deshalb, bei der nächsten Blutuntersuchung den 25 OH-D Wert bestimmen zu lassen und diesen entsprechend zu beeinflussen.

 

 

Positiver Einfluss von Vitamin D

 

Vitamin D wirkt an so vielen Ecken und Enden in unserem Körper, dass es schwierig ist, seinen Siegeszug irgendwo zu beginnen.

 

Besonders herausheben möchten wir aber, dass Vitamin D vor Osteoporose schützen kann.

 

Da Vitamin D dafür sorgt, dass der Körper Kalzium richtig aufnehmen kann - welches er zusammen mit Magnesium braucht, um vor Herzinfarkten und Schlaganfällen zu schützen - ist es auch beteiligt an diesen Themen.

 

Ein hoher Vitamin D Spiegeln kann überdies hinaus das Risiko senken, an verschiedenen Krebsarten zu erkranken.

 

Vitamin D ist für ein gut funktionierendes Immunsystem sehr wichtig. Dies scheint einer der Hauptgründe zu sein, wieso wir im Winter anfälliger für Infekte sind, als im Sommer!

 

Es ist auch deutlich an der Stimmungslage und dem Energiehaushalt beteiligt. Vielleicht bei dem Einen oder Anderen von uns mit ein Grund für die gedrückte Stimmung im Winter?

 

Man könnte hier noch hundert weitere tolle Dinge erwähnen...sprich: Vitamin D ist tatsächlich ein kleiner Tausendsassa und es lohnt sich, allfällige Mangelerscheinungen zu beheben.

 

 

Wieso haben wir Mängel?

 

Wir können Vitamin D leider nicht ausreichend durch die Ernährung decken. Unser Körper kann aber, mit Hilfe von Sonnenlicht, Vitamin D bilden. Leider ist das in unseren Breitengraden nur von Frühling bis Herbstbeginn möglich – denn die Sonnenintensität spielt eine entscheidende Rolle an dieser Stelle. Während dieser Jahresphase ist die Sonneneinstrahlung nur zwischen ca 11-14h genug intensiv, damit Vitamin D gebildet werden kann. In dieser Zeit zieht es die Meisten von uns in den Schatten. Wer sich in die Sonne wagt, benutzt Sonnencremes. Diese schützen unsere Haut vor Sonnenbrand und gefährlichen Strahlen-Überdosierungen. Gleichzeitig sorgen sie aber leider auch dafür, dass unser Körper weniger Vitamin D produzieren kann an der Sonne. Es reichen schon Sonnencremes mit Schutzfaktor 8, damit praktisch kein Vitamin D mehr gebildet werden kann.

 

Während 5-15min Sonnenbaden im Sommer zwischen 11-14h und ohne Sonnenschutz-mittel, produziert der Körper ca. 10'000-20'000 IE Vitamin D.

 

Je heller die Haut ist, desto mehr wird produziert. Das heisst, ein heller Hauttyp muss nur 5min an die Sonne, ein dunkler Hauttyp eher 15min. Schwarzafrikaner brauchen in unseren Breitengraden sogar bis zu 120min Sonne, um gleich viel Vitamin D zu produzieren.

Einige Evolutions-Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich die helle Haut in unseren Breitengraden nur durchgesetzt hat, weil damit mehr Vitamin D produziert werden konnte und mehr Vitamin D scheint deutliche Überlebensvorteile gebracht zu haben!

 

 

Aber wir haben noch andere Möglichkeiten, als uns der Sonne auszusetzen.

 

Die gängigen Empfehlungen, eine tägliche Dosierung von 400-800IE nicht zu überschreiten, ist meistens zu tief angesetzt - gerade in den Wintermonaten! Damit erreichen viele von uns nicht einmal einen Spiegel von 30ng/ml, geschweige denn 50ng/ml. Wenn man berücksichtig, wieviel Vitamin D der Körper im Sommer an der Sonne bilden kann, dann sind diese 400-800 IE meist nur ein Tropfen auf den heissen Stein.

 

Nach unserer Erfahrung sind je nach Ausgangslage cirka 3000-8000IE täglich nötig, um über den Winter einen Spiegel von 50-80ng/ml zu halten. Das gilt allerdings nur, wenn man spätestens im Oktober mit der Supplementierung begonnen hat.

 

Trotz diesen Referenzwerten raten wir deutlich dazu, über eine Blutmessung festzustellen, wo der persönliche Wert liegt. Danach kann man durch Formeln ziemlich genau eruieren, wieviel Vitamin D als Auffüll-Dosierung benötigt wird. Nach 2 Monaten raten wir zur Nachmessung, um festzustellen, ob der gewünschte Wert erreicht wurde.

 

Gerne helfen wir Dir bei der Berechnung der Dosierung, sobald Du uns Deinen 25 OH-D Wert mitteilen kannst.

 

Vitamin D hat damit eine Sonderstellung. Es ist eines der wenigen Vitamine, die nicht das ganze Jahr über natürlich abgedeckt werden können. Zwar enthalten einige Lebensmittel durchaus Vitamin D, aber in verhältnismässig viel zu geringer Dosierung.

 

Wer also um seine Gesundheit besorgt ist, sollte sich über seinen Vitamin D Spiegel und eine zusätzliche Einnahme Gedanken machen.

 


 


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Photo Credit: <a href="https://www.flickr.com/photos/33363480@N05/7523694912/">Nick Kenrick.</a> via <a href="http://compfight.com">Compfight</a> <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/">cc</a

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